Anfänge


Im Jahre 1910 zähle die kleine Gerabronner Schule erstmals 15 Schüler, doch schon bald wird eine 2. Klasse mit einem Hilfslehrer eingerichtet.

Im Jahre 1937 wird Schule in „Oberschule für Jungen“ umbenannt.
Allerdings müssen zu Beginn des Krieges beide Lehrer einrücken und zwei neue Lehrer treten ihren Dienst an. Bombengeschädigte und Evakuierte schicken ihre Kinder in die Oberschule und die Schülerzahl steigt weiter auf nunmehr 78 Schüler.

Nach Kriegsende aber wird die Schule zeitweilig geschlossen, bis im Jahre 1949 endlich wieder der Schulbetrieb aufgenommen wird. In diesem Jahr besuchen erstmalig 100 Schüler die Gerabronner Oberschule.

Als 1955 die Oberschule in Langenburg aufgelöst wird, wechseln die meisten Schüler nach Gerabronn, wo dem Progymnasium nach dem Bau der Volksschule das alte Sammelschulgebäude fast ganz zur Verfügung steht.

Schulleiter Dr. Schwenke initiierte schließlich einen Zubringerdienst mit städtischem Kleinbus für das nördliche Kreisgebiet. Aus dieser Idee entwickelte sich mit der Zeit ein Busverband mit bis zu 14 Linien. Somit konnten auch auswärtige Schüler das Progymnasium ohne größere Probleme besuchen. Das Schulbussystem bescherte der Gerabronner Schule ein großes Einzugsgebiet und einen stetigen Anwachs der Schülerzahlen bis zum Höchststand im Jahre 1981 mit 647 Schülern.

 

Vom Progymnasium zur reformierten Oberstufe

Bereits 1968 hatte der Schulträger beim Kultusministerium beantragt, dass das Gerabronner Progymnasium zum Vollgymnasium ausgebaut wird. Doch erst im Schuljahr 1971/72 konnte die erste 11. Klasse eingerichtet werden (In den Jahren zuvor endete der Unterricht nach Klasse 10, das Abitur musste an einem Vollgymnasium in der weiteren Umgebung erworben werden).

Mit Beginn des Schuljahres 1973/74 war unsere Schule schließlich Vollanstalt geworden und der Schulleiter wurde zum Oberstudiendirektor ernannt. 1974 wurde zum ersten Mal die Abiturprüfung durchgeführt. Noch wurde nach der herkömmlichen Methode geprüft, aber die reformierte Oberstufe zeichnete sich schon deutlich ab.

Das Gymnasium Gerabronn nahm schon seit 1973 an der Neugestaltung der Oberstufe teil. Angeregt wurde dies durch Bürgermeister Rometsch, der in der reformierten Oberstufe eine Gefahr für das Bestehen des Gymnasiums als Vollanstalt sah. So wurde das Gymnasium Gerabronn Versuchsschule und entließ 1976 die ersten Abiturienten, die die reformierte Oberstufe durchlaufen hatten.

Es zeigte sich bei diesem Probelauf, dass die Schule trotz ihrer geringen Größe die Erneuerung bewältigen konnte. Die geringe Anzahl der Oberstufenschüler bringt für diese aber auch den erheblichen Vorteil kleiner Kurse mit sich, wo die Schüler intensiv und individuell betreut werden können, was immer wieder durch gute Resultate beim Abitur eindrucksvoll vor Augen geführt wird.
 

Der Bau des Progymnasiums

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Baugeschichte

Lange Jahre war unsere Schule im Sammelschulgebäude in der Kirchgasse untergebracht, zusammen mit der Grund- und Hauptschule. 1958 erhielt dann die Grund -und Hauptschule ein neues Schulgebäude und das Sammelschulgebäude wurde modernisiert.


Schulgebäude in der Kirchgasse
 

Das erfreuliche Ansteigen der Schülerzahlen seit 1965 hatte einen beträchtlichen Raummangel zu Folge. Das Sammelschulgebäude in der Kirchgasse reichte nicht mehr aus, obwohl es nun ausschliesslich dem Progymnasium zur Verfügung stand. Man musste auf mehrere Ausweichquartiere wie den Lammsaal zurückgrei

fen.

Der Schulträger sah sich veranlasst, ein neues Schulgebäude zu bauen. Dieses Schulgebäude sollte Teil eines kompletten Sport-und Kulturzentrums sein.

Im ersten Bauabschnitt wurde im Jahre 1967 die Sport- und Kleinschwimmhalle fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben.


Im zweiten Bauabschnitt entstand der Fachraumtrakt des Gymnasiums, der im Jahre 1973 eingeweiht werden konnte.Er umfasst Fachräume für Biologie, Chemie und Physik, einen Musiksaal und einen Zeichensaal, ein grosses Foyer und zwei Gymnastikräume im Untergrund. 1974, also bereits ein Jahr später, gab es dann wieder allen Grund zu feiern, der Klassentrakt mit 18 Klassen- und Kursräumen war fertiggestellt worden.

Allerdings war damit die Schulraummisere nicht vollkommen beseitigt. Von den 32 Klassen die im Schulzentrum unterrichtet wurden mussten 5 immer noch im alten Progymnasium untergebracht werden. 1980 war es dann damit vorbei. Die Grund- und Hauptschule erhielt einen einstöckigen Verwaltungs- und Klassenbau, einen zweistöckigen Klassentrakt II teilen sich seitdem Hauptschule und Gymnasium.

1995/ 96 wurden zwei Klassenzimmer zur Cafeteria für das Schulzentrum umgebaut. Heute ist es jedem Schüler möglich, an jedem Schultag eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen bzw. den kleinen Hunger in den Pausen zu stillen.

Der Klassentrakt II wurde 1997 aufgestockt. Acht neue Klassenzimmer und ein Lehrerstützpunkt entstanden durch diese Baumaßnahme, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden.

Die Verwaltung wurde 2001 komplett umgebaut. Das Sekretariat, das Büro des Schulleiters und des Stellvertreters wurden räumlich neu gestaltet und komplett neu eingerichtet. Das Lehrerzimmer wurde 2003 renoviert und neu eingerichtet.

Im Klassentrakt II wurde ein neuer Aufenthaltsraum gestaltet (2004). der alte Öltankraum wurde mit viel Eigenarbeit der SMV und Eltern umgebaut und neu möbliert. Ein zweiter Computerraum mit 16 neuen Schülerarbeitsplätzen und teilweise neuer Möblierung wurde im Oktober 2004 im Betrieb genommen.
 
KT2 vor der Aufstockung


Zu guter Letzt entstand der Anbau des Fachraumtraktes, der das Schulzentrum vervollständigt. (2005 ) Ein neuer Kunstraum und ein Biologiepraktikum entstanden neu. Chemie- Praktikum 1 und Chemiepraktikum 2 sind nach vollständiger Renovierung auf dem neuesten Stand der Technik. Der Physikbereich, der Musiksaal, die Aula und das Foyer wurden ebenfalls renoviert.

 

 

Die Baugeschichte des Gymnasiums ist vorerst abgeschlossen. Das heißt jedoch nicht, dass sich die  Umgebung der Schule nicht weiterentwickelt. Neben der Instanthaltung der Baukörper werden Innen- und Außenbereiche fortwährend renoviert und modernisiert. 

Jüngstes Projekt ist 2014 der Umbau der Cafeteria und deren Ausstattung mit einer modernen Küche, die den veränderten Bedürfnissen der Mittagsversorgung gewachsen ist. Zudem wurde der Eingangsbereich einladend orange markiert und das Forum renoviert und von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam gestaltet.

Damit wird aus Baukörpern gelebte, sich entwickelnde Gemeinschaft. Wir sind gespannt auf die Zukunft.



 

 

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